Requirements Engineering
OBJEKTspektrum - Ausgabe RE/2013
Titelthema: Requirements Engineering

Die unterschätzte Bedeutung von Annahmen in Anforderungsspezifikationen

Leseprobe: Bei der Definition von Anforderungen an ein System werden auch Annahmen über den Systemkontext getroffen. Beispielsweise wird von Nutzern oder Partnersystemen ein bestimmtes Verhalten erwartet. Diese Annahmen spielen eine wesentliche Rolle. Eine ungültige Annahme kann schlimmstenfalls dazu führen, dass das System im Betrieb versagt, obwohl alle Anforderungen richtig umgesetzt wurden. Ungültige Annahmen werden im Entwicklungsprozess häufig nicht aufgedeckt, weil das System im Rahmen von Qualitätssicherungsaktivitäten hauptsächlich dahingehend geprüft wird, ob es die spezifizierten Anforderungen erfüllt. Ob die Anforderungen selbst auf gültigen Annahmen über den Kontext beruhen, wird dabei nicht geprüft. Aus diesem Grund müssen Annahmen systematisch dokumentiert werden, damit sie im weiteren Systemlebenszyklus einem Review unterzogen und auf ihre Aktualität und Gültigkeit hin geprüft werden können. Damit nachvollziehbar ist, welche Anforderungen von späteren Änderungen in den Annahmen betroffen sind, müssen die Anforderungen mit den ihnen zugrunde liegenden Annahmen verknüpft werden. Dieser Beitrag stellt die Herausforderungen im Umgang mit Annahmen heraus und zeigt auf, dass existierende Entwicklungsprozesse und Methoden die Identifikation, Dokumentation und Überprüfung von Annahmen nicht ausreichend unterstützen. 

Autor(en): Nelufar Ulfat-Bunyadi

Ausgabe OBJEKTspektrum RE/2013

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