Sustainability: Empowering the next generation

Die Finanzkrise, verstärkt durch die Eurokrise, ist nach wie vor in aller Munde. Katastrophen wie Deepwater Horizon oder Fukushima erinnern uns zusätzlich daran, dass die Ausrichtung auf den schnellen Erfolg nicht automatisch auch langfristig hilfreich ist. Nicht nur deshalb wird in allen Bereichen erwartet, dass wir die nächste Generation mittels nachhaltiger Systeme und Strategien befähigen. Es ist also an der Zeit, darüber nachzudenken, was dies für die Softwarebranche bedeutet. Das agile Manifest ist hier mit folgenden Prinzip sehr deutlich: „Agile Prozesse fördern nachhaltige Entwicklung. Die Auftraggeber, Entwickler und Benutzer sollten ein gleichmäßiges Tempo auf unbegrenzte Zeit halten können“. Darüber hinaus fordert Clean-Code zur Erreichung technischer Nachhaltigkeit, keine technische Schuld mehr anzuhäufen. Gründe genug, um auf der diesjährigen OOP nach Antworten auf folgende Fragen zu suchen: Welche Tools, Architekturen und Techniken unterstützen die Erstellung nachhaltiger Systeme, die auch noch für die nächste Generation hilfreich sind? Welche Designs und Sprachen ermöglichen nachhaltige Produktqualität? Und wie können Managementtechniken, Sozialkompetenz und (agile) Prozesse dazu beitragen, die Mitarbeiter auf lange Sicht zu unterstützen?

Seit über 20 Jahren steht die OOP für aktuelle und praxisorientierte Informationen und die frühzeitige Diskussion von Trends rund um das Thema Modernes Software Engineering. Mit neuen Tracks auf der OOP 2012 u.a. zu den Themen Hardcore Software Architecture, Sustaining Trends and Techniques erhalten Software Architekten, IT Projektleiter und fortgeschrittene Programmierer State-of-the-Art Fachinformationen. Der Schwerpunkt lag schon immer darauf, neueste Techniken vorzustellen, die sich aber auch in der Praxis bewährt haben. Die diesjährige Konferenz wurde von der Community gestaltet. Zehn Trackchairs, unterstützt durch 35 Reviewer gestalteten das Programm mit vielen Höhepunkten: es gibt herausragende, zum Nachdenken anregende Keynotes wie z.B. Ralph Langners tiefe Kenntnisse der Schadsoftware Stuxnet, Hans-Willem van Vliets verblüffende Tatsachen zu Software für bewegungseingeschränkte Menschen, und Prof. David Parnas‘ teilt mit uns seine Erkenntnisse über Making Architecture Meaningful. Einige bewährte und viele neue Tracks behandeln die Essenz der modernen Softwareentwicklung. In jedem der Tracks befinden sich thematisch echte Schmankerl, wie beispielsweise in Modern Web & Cloud Architectures Michael Nygard zu Architekturen für Cloud-Anwendungen, in Technologies Lars Vogel zur Entwicklung mit Android, in Requirements Engineering Neil Maiden und Bianca Hollis zu kreativen Denktechniken, in Hardcore Software Architecture Gregor Hohpe zu eingebetteter Softwareentwicklung oder in People & Soft Skills Johanna Rothman zu essentiellen Entscheidungshilfen bei Personaleinstellungen. Sie sehen: es lohnt sich, das Programm genau zu studieren.

Auf der diesjährigen OOP möchten wir die Interaktionen und den Austausch unter allen Teilnehmern besonders betonen. Tischfußball und der traditionelle  IT-Stammtisch stellen sicher, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Neue Formate wie Fishbowl, Pecha Kucha Night und ganz besonders die Open Arena laden ein, sich aktiv einzubringen und durch einen regen Erfahrungsaustausch über bekannte und neue Themen mit anderen zu diskutieren.

Ich freue mich darauf, Sie auf der Konferenz zu begrüßen!

Jutta Eckstein, Technical Chair OOP Konferenz

Jutta Eckstein
OOP Technical Chair

Als Technical Chair der Konferenz hat Jutta Eckstein die Gesamtverantwortung für die inhaltliche Qualität der OOP-Konferenz. Als unabhängiger Coach, Berater und Trainer verfügt sie weltweit über eine einzigartige Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung agiler Prozesse in mittleren bis großen verteilten, unternehmens-kritischen Projekten.



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