Requirements Engineering

OBJEKTspektrum

Ausgabe RE/2010

Titelthema: Requirements Engineering

Agiles Anforderungsmanagement - Lieber Geschichte machen, als Geschichte schreiben
Jörg Möller

Im agilen Manifest (www.agilemanifesto.org) finden sich die Aussagen "Individuals and interactions over processes and tools" und "Working software over comprehensive documentation". Die Tatsache, dass die Interaktion zwischen Individuen und die Erstellung lauffähiger Software höher bewertet werden als die Einhaltung von Prozessen, die Nutzung von Werkzeugen und die Erstellung umfassender Dokumentation, führt häufig zu der Annahme, dass es in agilen Projekten kein professionelles Anforderungsmanagement gibt. Insbesondere das Erfassen von Anforderungen in leichtgewichtigen User Stories wird als ungenügend empfunden. Das primäre Ziel von Anforderungsmanagement ist es, ein gemeinsames Verständnis über das zu entwickelnde System zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber zu erreichen. Der Vergleich der Erfolgsquoten von agilen und traditionellen Projekten belegt, dass dies agilen Projekten (72%) sogar besser gelingt, als traditionellen Projekten (63%) [Amb07]. Ein gutes Anforderungsmanagement ist dafür Voraussetzung. Offensichtlich gibt es im Anforderungsmanagement also noch andere Erfolgsfaktoren als Prozesse, Tools und Dokumentation. Warum das so ist und warum es eine gute Idee sein kann, beides zu verbinden, soll im Folgenden betrachtet werden.


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