Buchtipps

Das haben unsere Experten für Sie (auf-)gelesen: Spannende Fachbücher, die Sie kennen sollten...

Programmiersprachen - Konzepte, Strukturen und Implementierung in Java

Autor: Achim Clausing
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Preis:
29,95
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Taschenbuch: 450 Seiten
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Verlag: Spektrum Akademischer Verlag;

Auflage: 1st Edition. (26. August 2011)

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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3827428505
ISBN-13: 978-3827428509

Achim Clausing ist Professor für Informatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seit kurzer Zeit ist sein Buch "Programmiersprachen - Konzepte, Strukturen und Implementierung in Java" im Spektrum Verlag verfügbar. Es eignet sich für Studenten, aber auch alle anderen,die sich mit dem Innenleben von Programmiersprachen beschäftigen wollen. Vorausgesetzt wird lediglich Basiswissen in Java.

Ohne Programmiersprache ist ein Softwareentwickler ebenso verloren wie ein Koch ohne Küche. Leider nutzen die meisten Entwickler Programmiersprachen aufgrund der Herausforderungen des Tagesgeschäfts nur unreflektiert. Welche konzeptionellen Anteile sich in den Sprachen befinden, wofür sie taugen, und warum sie existieren, bleibt dabei meistens verborgen. Natürlich lässt sich ein PKW auch ohne Kenntnisse über das Innenleben fahren, aber zur effizienten Nutzung und zum gezielten Vorgehen im Fehlerfall, sind derartige Informationen essenziell. Das gilt auch für die Programmiersprachen und Programmierparadigmen. Um diesbezügliche Wissenslücken zu schließen, setzt Prof. Clausing Untermengen bekannter Programmiersprachen als Untersuchungsobjekte ein, darunter t.Zero, t.Scheme, t.Java und t.Prolog. Diese t-Sprachen - t steht für tiny, toy, teaching -  bilden keine Inseln, sondern besitzen einen gemeinsamem Stammbaum mit t.Zero als Urzelle. Ihre Implementierungen lassen sich per Webseite herunterladen. Als Basis nutzen sie allesamt einen gemeinsamen Interpreterkern. In den einzelnen Kapiteln beleuchtet das Buch sehr anschaulich die wesentlichen programmiersprachliche Konzepte und ihre Umsetzung. Dabei adressiert es relevante Paradigmen, von deklarativer, listenbasierter Programmierung über imperative und objektorientierte Ansätze bis hin zu funktionalem und logischem Programmieren. In den einzelnen Minisprachen öffnet sich dem Leser der Kosmos programmiersprachlicher Grundkonzepte. Dass hier operationelle Semantik, also die Ausführung der Konzepte selbst, zur Veranschaulichung dient, erleichtert auch frühen Semestern den Einstieg. Für den berufstätigen Informatiker ergeben sich dadurch zahlreiche Deja vu Effekte sowie das Auffrischen wichtiger Grundlagen. Nicht zuletzt macht es Spaß, sich im Buch zu verlieren.

Auch wenn der Autor einzig Java als Voraussetzung nennt, wären zusätzlich Lisp-Kenntnisse für den Leser hilfreich. Immerhin nehmen Lisp-Varianten einen sehr breiten Raum ein.

Insgesamt ist das Buch sehr gelungen und erlaubt, je nach Interesse, verschiedene Einstiege oder Lesepfade. Im Gegensatz zu vergleichbarer Literatur gibt es kein Übergewicht formaler Konzepte. Stattdessen können praktische Aspekte viel Raum einnehmen, weshalb nicht nur Studenten davon profitieren können. Natürlich lassen sich auf 450 Seiten keine Details der dargestellten Paradigmen tiefer beleuchten, aber dafür ein gutes Fundament vermitteln. Wer noch tiefer in die Sprachen eindringen möchte, dem sei als ergänzende Literatur zum Beispiel  "Sieben Wochen, sieben Sprachen" von

Bruce A. Tate (O'Reilly) ans Herz gelegt.

Michael Stal

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Rezension zum Buch:

Testen in Scrum-Projekten - Leitfaden für Softwarequalität in der agilen Welt, von Tilo Linz

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