Agile Ressourcenplanung

OSID 17

Autoren: Matthias Niete, Dirk M. Sohn

Die Ersterstellung von Individualsoftware ist auch im ausgerufenen Zeitalter der Industrialisierung von Softwareentwicklung in der Praxis häufig ein komplexes Projekt. Klassische Ansätze im Projektmanagement sind hier seit geraumer Zeit gegenüber agilen Methoden im Rückzug.
Schlanke Vorschriften, hohe Eigenverantwortung, räumliche Nähe aller Vollzeit-Team-Mitglieder und „haptische Wahrnehmung“ von Aufgaben als Kärtchen sind Beispiele für Ideen und Werte, mit denen sich enorme Verbesserungen von Produktivität und Zufriedenheit aller Parteien erzielen lassen.


Allerdings ist es auch ebenso agil, sich adäquat einer Realität zu stellen, die sich nicht allen diesen Ansätzen unterwerfen lässt, beispielsweise die Notwendigkeit zur zeitgleichen Einplanung von Team-Mitgliedern auf mehrere Projekte und weitere nicht konstante Aufgaben oder eine Verteilung der Entwicklung auf mehrere Standorte.

Wir (ein Disponent und ein Scrum Master eines IT-Dienstleisters) zeigen Ihnen einen agilen Lösungsansatz hinsichtlich Prozess und Werkzeug zur Beantwortung von bspw. folgenden Fragestellungen:

• Wie ermitteln wir die Kapazität unseres Teams für den nächsten Sprint und welche User Stories kann unser Team somit für den nächsten Sprint committen?

• Wieviel Kapazität hat ein bestimmtesTeammitglied in den nächsten 2 Wochen voraussichtlich frei?

• Ein Teammitglied ist überraschend 1 Woche krank geworden. Was sind die realistischen Reaktionen?

• Der Kunde muss unbedingt eine User Story aus dem aktuellen Sprint nehmen und hat keinen Ersatz. Wie können wir die freiwerdende Kapazität nutzen?

• Wie entwickelt sich unsere Velocity (bei stark schwankender Kapazität)

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