Architekturen und Qualität

Editorial: Die Pyramiden-Parabel

JavaSPEKTRUM - Ausgabe 01/2008
Titelthema: Architekturen und Qualität

Leseprobe: Die Erstellung der Pyramide hatte sich Baumeister A. wesentlich unproblematischer vorgestellt. Aber er hatte die Rechnung wohl ohne den berüchtigten Gott Murphyos gemacht. Nun lagen seine Nerven völlig blank.Der Schlamassel begann bereits, als sich in einer Schlucht die unbeliebte Sphinx dem Trupp von A. entgegenstellte und den Unglücklichen bei Androhung von Tod und Verderbnis ein Rätsel aufgab. „Was hat am Morgen 4 Beine, mittags 2 und zur Abenddämmerung 3?“ Kurz vor Ablauf der Galgenfrist manifestierte sich in A. die entscheidende Eingebung. Es handle sich um einen Architekten, der am Anfang des Projektes unbeholfen und auf allen Vieren die Pläne erstelle, während des Projekts selbstsicher und zielstrebig den Bau organisiere, um dann nach Abschluss des Projekts vom Auftraggeber gründlich vermöbelt zu werden, was eine Krücke erforderlich mache. Touché!

Autor(en): Michael Stal

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