Requirements Engineering

Anforderungsbasierter Test durch Zeit-Benutzungsmodelle für Fahrzeugfunktionen

OBJEKTspektrum - Ausgabe RE/2011
Titelthema: Requirements Engineering

Leseprobe: Während eines Entwicklungsprozesses stellt sich bei Automobilherstellern in den jeweiligen Entwicklungsstufen die Frage nach den richtigen Testfällen. Die hierfür eingesetzten Werkzeuge unterstützen die Spezifikation von automatisiert ausführbaren Tests, die teilweise ausgehend von der Anforderungsspezifikation abgeleitet werden - die Basis bilden jedoch häufig die Schnittstellen der Implementierung. Diese Vorgehensweise birgt allerdings das Risiko, dass sich die Testfälle überwiegend an der Implementierung orientieren und die ursprüngliche Anforderungsspezifikation nicht ausreichend abgeprüft wird. In diesem Beitrag wird eine werkzeuggestützte Methodik vorgestellt, mit der Anforderungen durch Abbildung in ein formales Modell frühzeitig validiert werden. Somit stehen die Anforderungen bereits vor Beginn der Implementierung als formales Modell zur Verfügung, das diese eindeutig und vollständig beschreibt. Der Bezug zwischen den Testfällen und den Anforderungen ist damit über das Modell herstellbar. Das Modell selbst bildet die Basis für alle anschließenden Aktivitäten zur Verifikation - einschließlich der systematischen Ableitung von Testfällen. Somit kann Fehlern in den Anforderungen, in der Spezifikation, im Design und auch in der Implementierung bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt in der Funktionsentwicklung begegnet werden.

Autor(en): Sebastian Siegl, Dr. Christian Berger

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