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Buchtipp: The Big Switch

Bereich: Whitepaper

 

 

 

„The Big Switch“, den großen Wandel, verheißt Erfolgsautor

Nicholas Carr in seinem gleichnamigen Buch über die „Vernetzung der Welt von

Edison bis Google“. Unternehmen bezahlen in der Cloud nur noch für

IT-Ressourcen und Anwendungen, die auch wirklich genutzt werden. Laut Carr ist

Cloud-Computing nichts weniger als ein Paradigmenwechsel. Und hier befindet er

sich in bester Gesellschaft: Auch Steve Ballmer, Chief Executive Officer von

Microsoft, proklamierte auf dem „Software Strategy Summit 2010“ in Köln diesen

Paradigmenwechsel. Microsofts Chef-Softwarearchitekt Ray Ozzie, inzwischen

ausgeschieden, hatte den Trend bereits 2005 erkannt: In einer in der IT-Szene

sehr beachteten und zunächst intern verbreiteten Analyse-E-Mail prophezeite er

einen dramatischen Wandel in der Computerbranche durch die immer bedeutendere

Rolle der Internet-Dienste. Einen solchen Paradigmenwechsel hatten wir in der

Geschichte der Industrialisierung schon einmal – deshalb greift Nicholas Carr

auf Edison zurück. Ein Beispiel: Mitte des 19. Jahrhunderts gründete in

Engelskirchen an der Agger der Wuppertaler Unternehmer Friedrich Engels mit

seinem englischen Geschäftspartner Peter Ermen die Baumwollspinnerei Ermen

& Engels. Im heutigen „Rheinischen Industriemuseum“ lässt sich

nachvollziehen, wie die Wasserkraft der Agger Turbinen antrieb, die den Strom

für die Fabrik lieferten. Jede Fabrik mit eigenem Kraftwerk, das ist – um im

Bild zu bleiben – in der IT der „persönliche Computer“. Zu Beginn des 20.

Jahrhunderts kam dann an der Agger „der Strom aus der Steckdose“, von einem

großen Energieversorgungsunternehmen. Das ist in der IT Cloud-Computing: Jeder

„zieht sich“ die Lösung, die er gerade braucht, aus der großen Wolke der

zahlreichen Server und Computer im Netz.

 

 

 

„Hochinteressant“, urteilt Thomas P. Hughes, Autor von

„Human-Built World“ und „American Genesis“, über Carrs Buch. Er „belegt mit

einer umfassenden historischen Analogie, dass Computer-Versorgungsunternehmen

die firmeneigenen IT-Abteilungen ersetzen werden, so wie die Stromversorger die

firmeneigenen Generatoren verdrängt haben“.

 

 

 

Carr sieht eine Analogie zu jener Revolution, die sich vor

knapp hundert Jahren bei der Elektrizität vollzog, als Unternehmen – wie Ermen

& Engels an der Agger – aufhörten, mit Dampfmaschinen und Dynamos ihre

eigene Energie zu erzeugen und sich stattdessen dem neu errichteten Stromnetz

anschlossen. 

 

 

 

„In den kommenden Jahren werden immer mehr Aufgaben der

Informationsverarbeitung, auf die wir zu Hause und bei der Arbeit angewiesen

sind, von großen Datenzentren gehandhabt werden, die sich irgendwo im Internet

befinden.“

 

 

 

In: The Big

Switch – Rewiring the World, from Edison to Google, by Nicholas Carr, published

by W.W. Norton & Company, Inc., New York. In Deutsch erschienen beim

mitp-Verlag, Frechen/Heidelberg

 

 

 

 

 

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